Fueling: Was ich über Ernährung im Training gelernt habe
Das Wichtigste zuerst: Fueling bedeutet nicht, immer das Perfekte zu essen. Es bedeutet erst einmal, überhaupt etwas zu essen. Das klingt banal, aber genau das war für mich die entscheidende Erkenntnis. Wenn es nur Gummibärchen sind, ist das besser als nichts, und der Unterschied im Training ist trotzdem enorm.
Seit ich das verstanden habe, esse ich konsequent vor jeder Einheit. Am besten eine größere Mahlzeit etwa zwei Stunden vorher, damit der Magen zur Ruhe kommt. Während des Trainings kommen dann Gels, Kohlenhydratpulver in der Flasche, Elektrolyte und viel Wasser dazu. Und Gummibärchen, weil Gels zwar funktionieren, aber nicht immer das angenehmste Erlebnis sind.
Fehler habe ich natürlich auch gemacht. Früher war Toast mein Standard vor dem Training, was zwar besser als nichts ist, aber eben auch nicht sonderlich nahrhaft. Und bei Gels muss man aufpassen: Sie sind hochkonzentriert, und wer zu viele nimmt oder zu wenig dabei trinkt, merkt das schnell auf unangenehme Weise. Gleiches gilt für Koffein. Da ist weniger oft mehr.
Was die Planung angeht, bin ich kein Mensch, der alles bis ins Detail durchkalkuliert. Ich schaue, wie lang die Einheit wird und wie warm es ist, und packe dann entsprechend ein. Lieber komme ich mit zwei Gels übrig nach Hause, als dass mir auf halber Strecke die Energie ausgeht. Als grobe Orientierung hat sich für mich ein bis zwei Gels pro Stunde und ein Liter Wasser bewährt, je nach Temperatur natürlich mehr oder weniger.
Bei den Produkten setze ich auf For Endurance und Science in Sport. Die verträgt mein Körper gut, und der Preis ist im Vergleich zu anderen Marken angenehmer. Das Thema Kosten ist übrigens ernstzunehmen: Wer regelmäßig lange Einheiten macht, gibt für Gels und Pulver schnell zehn bis dreißig Euro pro Ausfahrt aus. Das summiert sich.
Wer gerade mit dem Triathlon anfängt, dem würde ich raten, sich so früh wie möglich mit dem Thema auseinanderzusetzen, aber dabei nicht zu sehr auf andere zu hören. Was für jemanden anderen funktioniert, muss nicht für einen selbst passen. Am Ende ist Fueling kein Hexenwerk, sondern ein Experiment mit dem eigenen Körper. Man probiert aus, beobachtet, passt an, und irgendwann merkt man, was funktioniert.