Bikefitting: Warum es sich lohnt, das Rad professionell einstellen zu lassen
Am 28. Mai 2026 war ich bei Athletes Lab in Offenburg für ein Bikefitting. Ich hatte mir kurz zuvor ein neues Zeitrad für den Ironman Kopenhagen im August zugelegt, und bei einem Zeitrad kann man eben nicht einfach draufsteigen und losfahren. Die Position muss aerodynamisch sein, aber gleichzeitig auch körperlich passen, und das hinzubekommen ist alles andere als einfach. Allein die Sattelstütze musste abgesägt werden, damit die Geometrie stimmt.
Das Fitting selbst hat etwa drei Stunden gedauert. Ich wurde zu Beginn abgescannt und auf das Rad gesetzt. Der Fitter hat Winkel gemessen, Videos aufgenommen, Anpassungen vorgenommen und das Ganze dann von vorne analysiert. Das lief so lange in dieser Schleife, bis die Position sowohl für ihn als auch für mich gepasst hat. Verändert wurde am Ende fast alles: Sattelposition in Höhe und Neigung, die Aerobars, und auch die Schuhe wurden gecheckt. Die waren zum Glück schon gut eingestellt.
Was mich am meisten beeindruckt hat, war wie zielgerichtet das alles ablief. Drei Stunden, und das Rad war komplett auf mich abgestimmt. Dafür hätte ich alleine mehrere Tage gebraucht, und das ohne Kamerasystem und ohne zu wissen, ob das Ergebnis überhaupt stimmt.
Der Aufwand ist nicht zu unterschätzen: 350 Euro für das Fitting, dazu zweieinhalb Stunden Zugfahrt von Konstanz nach Offenburg und zurück. Aber wer ein Zeitrad für einen Wettkampf fährt und sich mit der Materie nicht auskennt, sollte das wirklich in Betracht ziehen. Ich würde es jederzeit wieder tun.